About

curated by Irene Suchy & Clarisse Maylunas

Deutsch

Schon lange, seit 1997, gab es in Österreich keine Ausstellung mehr, die sich der Musik als bestimmenden Faktor des Lebens gewidmet hat. Unsere Installation mit Musik präsentiert den Reichtum des Komponistinnen-Schaffens in Form von künstlerischen Raum- und Klanginstallationen.

Auf den ersten Blick werden Ihnen viele Namen neu sein und doch sind wir überzeugt, dass Sie nach unserer Ausstellung die Musik der vorgestellten Komponistinnen nicht mehr missen wollen. Sie sind der “missing link” des europäischen Musiklebens.

 

Konzept und Umsetzung sind so profiliert wie ansprechend, dass Ihnen als gastgebende und fördernde Institution eine gesellschaftspolitische Sichtbarkeit gewiss ist. Die künstlerische Installation mit Musik fokussiert jenen Schwerpunkt, der in den letzten Jahren von den österreichischen Musik- und Kunst-Universitäten im Einklang mit europäischen und nationalen Zielsetzungen verstärkt erkannt wurde.

Die modulare künstlerische Konzeption erlaubt das Projekt in Frauenmuseen – Bonn, Berlin, Meran, Neapel, Istanbul, Gambia, Senegal, Dallas, San Francisco, Mexico, Hanoi etc. – und Frauenmusikzentren zu zeigen, es zu adaptieren nach regionalen und nationalen Frauenmusikszenen.

 

 

Aktuell erkennt der österreichische Kunst- und Museumsbetrieb die Relevanz des weiblichen Schaffens. Anfang 2017 veranstalteten die Ressler-Kunstauktionen mehrere Versteigerungen, die explizit der Kunst von Frauen gewidmet waren.

Das jüdische Museum Wien hat von November 2016 bis Mai 2017 unter dem Titel „Die bessere Hälfte. Jüdische Künstlerinnen bis 1938“ gezeigt. Das Karikaturmuseum in Krems widmet sich derzeit großen Karikaturistinnen und Comic-Künstlerinnen. Im Bank Austria Kunstforum haben Einzelausstellung zu Künstlerinnen großen Erfolg – Tamara De Lempicka 2004/2005, Frida Kahlo 2010, Brigit Jürgenssen 2010/2011 Meret Oppenheim 2013 sowie derzeit Georgia O’Keeffe.

 

Die Ausstellung wird begleitet von einem breiten Veranstaltungsprogramm, das von Konzerten bis zu gesellschaftspolitischen Diskursen reicht.

Für den Sponsor ist die Einzigartigkeit und künstlerische Innovation eine Chance im Bereich der Kulturberichterstattung aber auch der Frauen-Medien gesehen und gehört zu werden.

Das Projekt ist einerseits innovativ, und daher ist ihm die Aufmerksamkeit gewiss, und andererseits in Bezug auf die Musikgenres und die gezeigten Personen so breit, dass es ihm ein großes Publikum sicher ist.

 

 

English

Vienna, of all places, hasn’t hosted a major exhibition on the subject of Music, in any shape or form, in nearly twenty years. Now, in this most timely project, one of its great art-halls is to focus on the significant role that women have played in the making of music throughout the centuries.

 

At first sight, you might not know these personalities, who contributed significantly to European music-life – however after visiting our exhibition the striking experience will let you know what you have missed.

From five different perspectives, in five specially-designed rooms, this Exhibition will most artfully highlight the substantial contribution that women have made both in the fields of composition and music-making too. From Hildegard von Bingen to Olga Neuwirth, women’s hitherto unrecognised profile in the history of music will be seen in a wider political context now that efforts have been made, both in Europe and internationally, to create a more gender-balanced world. Indeed Austria’s Foreign Ministry, for its part, published a book focusing on women’s music for the first time in 2009.

 

 

Though the Exhibition will naturally enough focus on Austrian female composers it will properly look as well at all the great women composers from past ages and other countries. Designed in concept to astonish and fascinate, the Exhibition will have interactive features and altogether it will be highly approachable.

Following its opening in Vienna, our aim is for it to tour worldwide, both to music festivals and art institutions that present a feminine agenda.

 

The Exhibition will provide a venue for female musical, artistic and political discussion. A concert series is planned for Vienna, a catalogue is prepared and discussions are on-going with music institutions interested in cooperating and a possible CD publisher, and with radio stations which are interested.

 

 

 

 

Die Kuratorinnen / The Curators

 

Deutsch

Irene Suchy, Dr. phil. Mag artium, hat Studien der Musikwissenschaft

und Germanistik, der Musikpädagogik und Instrumentalpädagogik in Wien

und Tokyo absolviert.

 

Sie ist Ö1-Redakteurin mit musikologischen wie politischen Themen in Ö1,

Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten, u.a. an der KUG und an der

KFU Graz, mit einem Schwerpunkt auf feministischer Musikologie und

Musikwissenschaft und Radio. Sie ist Ausstellungsmacherin u.a. für das

Literaturhaus Wien „Staatsoperetten Kunstverstörungen“, das Wiener

Künstlerhaus „Schmuck im Salon“, Dramaturgin und Literatin.

Sie hat Publikationen zur neueren Musikgeschichte – über Paul Wittgenstein

(2006), Otto M. Zykan (2008) und Friedrich Gulda (2010), zur Geschichte der

abendländischen Musik in Japan, zu NS-Verfolgten und zur NS-

Musikexilgeschichte, zu feministischer Musikologie sowie zur Zeitgeschichte

– Strasshof an der Nordbahn (2012)  – in den letzten Jahren herausgebracht.

2013 erschien in der Edition Ausblick “Henzes Utopie. Jugend. Musik. Fest.

Deutschlandsberg 1984 – 2003”, in der Bibliothek der Provinz 2013  

„Litanei gottloser Gebete“ und 2015 „Schmäh als ästhetische Strategie der Wiener Avantgarden“. Im Juni erscheint Im Hollitzer Verlag ZYKAN WEISE POESIE und ZYKAN STAAT KUNST. Im August hat „Staatsoperette – die Austrotragödie“ in der Neubearbeitung ihres Librettos gemeinsam mit Michael Mautner bei den Bregenzer Festspielen Premiere.

 

Irene Suchy wurde u.a. 2010 mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet, 2011 mit Bank Austria Kunstpreis Kulturjournalismus, 2013 mit dem Karl Renner Preis, 2015 mit Radiopreis für Erwachsenenbildung.

 

 

English

Irene Suchy, PhD of Philosophy and Master of Arts, studied musicology and German literature, music pedagogy and violoncello at University of Vienna and mdw – University of performing arts and music, as well as Ochanomizu Women’s University of Tokyo. Among other lectureships she teaches gender musicology at KUG – University of Arts Graz and Mozarteum University Salzburg.

In her past exhibitions she focused on political and artistic subjects, such as Staatsoperetten Kunstverstörungen – about the political atmosphere in Austria regarding art-scandals in the 1970ies – and Schmuck im Salon – the arts of contemporary jewelry.

Irene Suchy is a distinguished author of books on contemporary history and musicology focusing on gender, forbidden music and history during the Nazi-regime. She was honored by the republic of Austria and by the city Vienna amongst numerous prizes and awards for her work as a writer, radio-journalist and cultural historian.

 

www.irenesuchy.org

 

 

Deutsch

Clarisse Maylunas hat nach Studien an der Akademie der Bildenden

Künste Wien bei Lois Egg und Erich Wonder internationale Erfahrung in

Musiktheater –Ausstattung und Ausstellungsarchitektur gewonnen.

Sie schuf Kostüme und Bühnenbilder für Produktionen für Ballett,

zeitgenössischen Tanz, Schauspiel, Oper und Musicals u.a. an der

Wiener Staatsoper, am Grazer Opernhaus, in New York, Amsterdam,

München, Frankfurt und Berlin wie Paris.

Sie arbeitete zusammen mit Karl Welunschek, Elena Tschernischowa,

Hans Hoffer, Hans Eschberg, Liz King, Elio Gervasi oder Ismael Ivo.

Sie kreierte Ausstattungen für zahlreiche Opern-Uraufführungen nach

Kompositionen von O. M. Zykan, H.K.Gruber, Giorgio Battistelli,

Kurt Schwertsik, Christian Muthspiel, Dieter Kaufmann, Gerd Kühr

oder Claude Michel Schoenberg.

 

Ihre Ausstellungsgestaltungen beinhalten eine Serie von Ausstellungen

über D´Annunzio in Rom, in Aquila und Viterbo und zuletzt

„Schmuck im Salon“ im Wiener Künstlerhaus. Zur Zeit hält sie einen

Lehrauftrag für Kostüm an der mdw Wien – Max Reinhardt Seminar.

 

 

English

Clarisse Maylunas studied at the University of Fine Arts in Vienna in the classes of Lois Egg and Erich Wonder stage design and architecture and historical costume design.

She is currently teaching at the mdw – the University of performing arts and music and the Max Reinhardt Seminar in Vienna.

Maylunas’ experience covers world premiers of musical-theatre, opera, ballet and contemporary dance productions by composers like Otto M. Zykan, H. K. Gruber, Giorgio Battistelli, Kurt Schwertsik, Christian Muthspiel, Dieter Kaufmann, Gerd Kühr oder Claude Michel Schoenberg and others.

The venues included the Vienna state opera, the opera of Graz and international productions in New York, Amsterdam, Rome, Berlin, Paris etc. in cooperation with Karl Welunschek, Elena Tschernischowa, Hans Hoffer, Hans Eschberg, Liz King, Elio Gervasi or Ismael Ivo.

 

www.clarissemaylunas.com

 

Copyright © Irene Suchy und Clarisse Maylunas-Praun I IMPRESSUM