Orangerie/Schönbrunn

Zur Gestaltung

 

Unsere Installation mit Musik präsentiert den Reichtum des Komponistinnen-Schaffens in Form von künstlerischen Raum- und Klanginstallationen. Das weibliche Musikschaffen stellt sich als der “missing link” des europäischen Musiklebens dar. Die Ausstellung ist als theatralische Inszenierung angelegt, sie will nicht nur begangen, sondern erlebt werden:

Aus verschiedenen Perspektiven in künstlerisch inszenierten Räumen wird diese Ausstellung den substantiellen Beitrag von Frauen in den Traditionslinien der Komposition und Interpretation zeigen. Das Musikschaffen der Frauen, seien es Nonnen wie Hildegard von Bingen oder Adelige wie Elisabeth von Herzogenberg, seien es Performerinnen wie Madonna oder freischaffende Komponistinnen wie Olga Neuwirth, wird in einem gesellschafts- und kulturpolitischen Kontext gezeigt.

 

(10) Raum der Zeitgenossinnen

auf 9 Stelen und 2 Klangskulpturen präsentiert sich das weibliche Musikschaffen der Gegenwart in allen Facetten: in Portraitfilmen, in Showreels von Netzwerken, Festivals, Konzertreihen, Ensembles, Opernhäusern, Forschungseinrichtungen - und Informationszentren.

Die Musikszene der Gegenwart zeigt sich weiblich.

(2) Dirigentinnen-Baum

Der Dirigentinnen-Baum erbittet Abgüsse der Hände von Syliva Caduff, Susanne Mällki, Marin Alsop, Graziella Contratto, Simone Young, JoAnn Falletta, Alondra de la Parra, Anu Tali, Oksama Lyniv, Speranza Scappucci, Barbara Hannigan und vielen anderen.

 

5. Juli - 5. September 2018

täglich 9 - 18 Uhr

 

Die erste Ausstellung weiblichen Musikschaffens in Österreich im Gedenkjahr der Republiksgründung 1918 und im Jahr der EU-Ratspräsidentschaft Österreichs

 

 

 

 

 

(8) Klangskulpturen-Konzertsaal

MusicaFemina in der Orangerie in Schönbrunn

(6) Salon

Der Salon des 19./20. Jahrhunderts als Plattform des Austausches für Musikschaffende Frauen, deren Interpretinnen und Förderinnen.

(4) Komponieren im klerikalen Raum

Der Bereich des Klosters als Möglichkeit für weibliches Musikschaffen.

(1) Globus im dunklen Raum

In Erwartung einer verdunkelten Musikgeschichte - "gibt es denn überhaupt so viele Komponistinnen?" - weisen die Leuchtpunkte auf einem Globus auf Frauenmusikzentren und auf Orte des weiblichen Musikschaffens in aller Welt hin

Modellierte Hände von Simone Young.

(3) Die Porträt-Galerie und Timeline

Über die gesamte Länge spannen sich zwei Bereiche: der Bereich der

Komponistinnen-Porträts mit jeweiligen Eckdaten und einem markanten Satz,

beginnend vom Mittelalter über Renaissance, Barock bis zum 19. und 20.

Jahrhundert.

(5) Komponieren im aristokratischen Raum

Höfischer Raum: Schaffensraum zum Komponieren für die adelige Frau

(7) Raum der verfemten – Zertretene Noten

Mit dem Schaffen von NS-Exilierten Frauen - sei es im Verlagswesen, in der Musiktherapie, in der Musikausbildung, in der Komposition - sind auch zahlreiche Friedenskompositionen verbunden.

Die schier endlose Reihe der Komponistinnen macht die zarte aber ununterbrochene Traditionslinie des weiblichen Komponierens sichtbar.

(9) Raum der Filmmusik

Komponieren hinter der Kamera von Hollywood bis zum Rosenhügel.

(11) Studio:

Ein isolierter Raum, wo gearbeitet und komponiert wird. Die Werke fließen ein in

die Schönbrunn-Klangskulptur. Hier ist auch Raum für Workshops. Dieser Raum

ist der Komponierraum von Komponistinnen in Aktion, permanent zu sehen

durch die Plexiglaswände.

Er beinhaltet Instrumente, Möbel, Computer, etc.

8) The Room of the proscribed

The scores under the foot and the faceless silhouettes in this room

symbolize the elimination of freedom of expression in musical life

during the Nazi era.

For women staying in the Deutsches Reich the Reichsmusikkammer

played a key role in the fate of women musicians by excluding them

from “higher music”.

The majority of female composers went into exile, some of them

became pioniers in their host countries like Vally Weigl, many lost

their lives in concentration camps like Lilly Lieser or Elsa Bienenfeld

having to play in grotesque female orchestras before their death.

10) Room of Contemporary Composers

A labyrinthine room, where TV screens will be mounted on stelas,

representing the diversity in contemporary female music creation

internationally and nationally. Each screen will present short

introduction and analysis of the most prominent movements in

music.

Show reels will be contributed by institutions such as: phonofemme, female pressure, Universities and Womens´music festivals, Women´s music research institution and editions as well as national, European and international Composers organizations.

This room also contains 2 of the sound sculptures (see: Room of the Muses.)

Copyright © Irene Suchy und Clarisse Maylunas-Praun I IMPRESSUM