Orangerie/Schönbrunn

Zur Gestaltung

 

Unsere Installation mit Musik präsentiert den Reichtum des Komponistinnen-Schaffens in Form von künstlerischen Raum- und Klanginstallationen. Das weibliche Musikschaffen stellt sich als der “missing link” des europäischen Musiklebens dar. Die Ausstellung ist als theatralische Inszenierung angelegt, sie will nicht nur begangen, sondern erlebt werden:

Aus verschiedenen Perspektiven in künstlerisch inszenierten Räumen wird diese Ausstellung den substantiellen Beitrag von Frauen in den Traditionslinien der Komposition und Interpretation zeigen. Das Musikschaffen der Frauen, seien es Nonnen wie Hildegard von Bingen oder Adelige wie Elisabeth von Herzogenberg, seien es Performerinnen wie Madonna oder freischaffende Komponistinnen wie Olga Neuwirth, wird in einem gesellschafts- und kulturpolitischen Kontext gezeigt.

 

(9) Raum der Zeitgenossinnen

auf 9 Stelen und 2 Klangskulpturen präsentiert sich das weibliche Musikschaffen der Gegenwart in allen Facetten: in Portraitfilmen, in Showreels von Netzwerken, Festivals, Konzertreihen, Ensembles, Opernhäusern, Forschungseinrichtungen - und Informationszentren.

Die Musikszene der Gegenwart zeigt sich weiblich.

Die Ausstellung widmet sich dem Schaffen der Komponistinenn, an ihrem Eintritt steht ein Dirigentinenn Baum, aus den Skulpturen der Hände von Simone Young, Susanna Mälkki, Sylvia Caduff, Agnes Grossman, Nazanin Aghakhani oder Oksana Lyniv etc.

(1) Dirigentinnen-Baum

Der Dirigentinnen-Baum erbittet Abgüsse der Hände von Syliva Caduff, Susanne Mällki, Marin Alsop, Graziella Contratto, Simone Young, JoAnn Falletta, Alondra de la Parra, Anu Tali, Oksama Lyniv, Speranza Scappucci, Barbara Hannigan und vielen anderen.

 

(7) Klangskulpturen-Konzertsaal

In der Schönbrunn-Klangskulptur die Patenkinder und Menteés von Maria Theresia – von Martines bis Paradis.

Die Klangskulpturen, die im Musenraum zum Einstieg einladen, widmen sich – jensteis historischer Zugänge – dem pazifistischen Musikschaffen von Maria Hofer bis Gloria Coates, der Rebellin wie Ethel Smyth oder Amy Beach, der Femme Fatale und Fragile, der gläubigen und der Gelehrten. Die Skulptur der Frau ohne Stimme steht als tonlos im Raum – Symbol all jener vernichteten, verbotenene, herabgewürdigten Musik.

MusicaFemina in der Orangerie in Schönbrunn

(5) Salon

Der Salon des 19./20. Jahrhunderts als Plattform des Austausches für Musikschaffende Frauen, deren Interpretinnen und Förderinnen.

(3) Komponieren im klerikalen Raum

Der Bereich des Klosters als Möglichkeit für weibliches Musikschaffen. Im klösterlichen Raum erwarten Sie Hildegard von Bingen, Chiara Margarita Cozzolani, Isabella Leonarda, Maria Xaveria Perucona etc.

(2) Die Porträt-Galerie und Timeline

Über die gesamte Länge spannen sich zwei Bereiche: der Bereich der

Komponistinnen-Porträts mit jeweiligen Eckdaten und einem markanten Satz,

beginnend vom Mittelalter über Renaissance, Barock bis zum 19. und 20.

Jahrhundert. Beginnend bei Sappho und Kassia, sind Komponistinnen aus der ganzen Welt vertreten: aus Byzanz und Berlin, Amsterdam und Kentucky, Budapest und Paris, aus Philadlphia und Havanna, Randfontein und Chisinau, aus Antwerpen und Tschistopol, Tokio und Buenos Aires, aus Johannesburg und Miami und České Budějovice, Graz und Cheongju.

Modellierte Hände von Simone Young.

(6) Raum der verfemten – Zertretene Noten

Mit dem Schaffen von NS-Exilierten Frauen - sei es im Verlagswesen, in der Musiktherapie, in der Musikausbildung, in der Komposition - sind auch zahlreiche Friedenskompositionen verbunden.

Die schier endlose Reihe der Komponistinnen macht die zarte aber ununterbrochene Traditionslinie des weiblichen Komponierens sichtbar.

(4) Komponieren im aristokratischen Raum

Höfischer Raum: Schaffensraum zum Komponieren für die adelige Frau.

Auf der Bühne der Komponistinnen am Hofe – Francesca Caccini, Amalia von Preußen Sachsen Weimar, Wilhelmine von Bayreuth, Helene Liebman, Corona Schröter etc.

(8) Raum der Filmmusik

Im Bereich der Filmmusik spielt es sich ab: Rachel Portman und Martina Eisenreich, Tanja Brüggemnan und Iva Zabkar!

Copyright © Irene Suchy und Clarisse Maylunas-Praun I IMPRESSUM